Geschichte

  Am 1. Mai 1884 gründete Wilhelm Kleesch I in Tostedt einen Klempnerbetrieb. Zuvor hatte er seine vorgeschriebenen Wanderjahre hinter sich gebracht, ohne die zu der damaligen Zeit niemand seine Meisterprüfung ablegen und sich selbständig machen konnte. Zwei Jahre nach der Betriebsgründung -im Jahre 1886- wurde dann das Geschäftshaus in der Bahnhofstraße mit Werkstatt und Laden gebaut. Gefertigt wurden damals alle möglichen Gebrauchsgegenstände aus Weißblech und Kupfer für Haus und Küche.


Ein Großteil des Geschäftes machte die Reparatur von Petroleumleuchten etc. aus. Auch Pumpen aus Kupfer mit Holzkolben und schmiedeeiserne Beschläge wurden hergestellt. Ebenfalls kamen nach und nach Dachrinnen in Mode.

 

Nachdem Wilhelm Kleesch I im Jahre 1927 verstarb, wurde das Geschäft von Wilhelm Kleesch II weitergeführt.

 

1932 wurde das Geschäftshaus durch ein Feuer zerstört. Beim Wiederaufbau wurden Laden und Werkstatt vergrößert und das Wohnhaus zweigeschossig wieder aufgebaut. Es wurden jetzt mehr und mehr Klempnerarbeiten an Neubauten ausgeführt. Der Arbeitsbereich umfasste zu dieser Zeit auch schon den Einbau von Motorpumpen und Brunnenanlagen. Ebenfalls wurden in diesen Jahren die ersten Badezimmer eingerichtet.

 

Wilhelm Kleesch III begann seine Lehre im Jahre 1934 im väterlichen Betrieb. Nach dem Tode von Wilhelm Kleesch II, im Jahre 1956, führte er das Geschäft weiter. Es wurden weitere bauliche Veränderungen durch An- und Umbauten durchgeführt. Inzwischen hatte sich der Beruf des Klempners und Installateurs nach dem Kriege vollkommen geändert.

 

Neue Materialien, wie Kunststoffe kamen auf den Markt. Die Ansprüche auf dem Sanitär-Sektor wurden immer größer. Vergoldete Armaturen mit einer 24-Karat-Hartgoldauflage sind heute keine Seltenheit mehr.

 

Nachdem der Markt die Möglichkeit bot, die Firma zu vergrößern, war es notwendig, ein neues Betriebsgelände zu erwerben. Am 10. Oktober 1975 wurde der neue Betrieb in der Zinnhütte 19 eingeweiht. Hier wurden eine Halle mit Werkstatt und Lager, sowie der erforderlichen Büroräume und eine großzügige Sanitärausstellung erstellt.

 

Schwiegersohn Wilhelm Marquardt erlernte den Beruf des Gas- und Wasserinstallateurs und legte seine Meisterprüfung ab. Im Anschluss daran bestand er seine Meisterprüfung im Heizungs- und Lüftungsbauhandwerk. Dem Betrieb wurde danach dieses Fach angegliedert.

 

Am 1.1.1979 übernahmen Ulrike Marquardt (geb. Kleesch) und Wilhelm Marquardt die Firma. Inzwischen wurden ca. 20 Mitarbeiter beschäftigt. Seit Bestehen der Firma wurden immer Lehrlinge ausgebildet. Leider ist die genaue Zahl der im Laufe der Zeit ausgebildeten Lehrlinge nicht mehr feststellbar, es werden wohl mehr als 150 sein. Einige von den ehemaligen Lehrlingen haben sich selbstständig gemacht und führen einen Betrieb. Im Jahr 2005 tritt Matthias Treptow, als Abteilungsleiter im Bereich Heizung, in die Firma ein.

 

Nach Eintritt von Matthias Treptow als Installateur- und Heizungsbaumeiser, Betriebswirt sowie Energieberater HWK, konnte die Heizungsabteilung durch Gewinnung von Neukunden weiter ausgebaut werden.

Am 01.05.2009 zur 125 Jahrfeier übernimmt Matthias Treptow  die Firma Kleesch in der fünften Generation. Seine Frau Yvonne Kuhr unterstüzt ihn im kaufmännischen und buchhalterischen Bereich.

 

Das Betätigungsfeld der Firma Kleesch erstreckt sich heute über den gesamten Raum Nord-Niedersachsen und Hamburg. Es umfasst u.a. sanitäre Installation, Klempnerei, Heizungsbau, Ölfeuerungs-Wartungsdienst, Wasserleitungsbau und Entwässerungsanlagen. Von der Betriebsgröße (Peronalstärke von 20 Mitarbeitern) ist es heute möglich, Aufträge jeder Größenordnung auszuführen (siehe Referenzen).